Eigentlich gibt es sie schon eine ganze Weile: „Die Überlastungsanzeige – auch für freie Mitarbeitende. Bei einem freienAbend stellte sich heraus: Diese Möglichkeit ist offenbar noch nicht allen Freien bekannt. Auch in Beratungsgesprächen werden die Freienräte häufig gefragt: Wie viel kann der MDR noch in eine Schicht packen?!
Pragmatische Antwort: Sofern es sich um eine zeitliche Beauftragung handelt: Alles! Sofern die Tätigkeiten zur Honorarkennziffer passen und über die Beauftragung Einvernehmen zwischen MDR und freiem Mitarbeiter besteht.
Erst alles mitmachen und erst nach erbrachter Leistung darüber aufregen, ist allerdings nicht unbedingt die beste Strategie. Besser: Sprecht miteinander und vor allem vorher mit denen, die euch beauftragen. Wenn das nicht ausreichend funktioniert, unterstützen wir euch als Interessenvertretung gern.
Der MDR stellt im Rahmen der Fort- und Weiterbildung themenrelevante Seminare und Webinare zur Verfügung. Sie heißen zum Beispiel: Förderung der Resilienz; BGM -Mentale Gesundheit; Coaching für Mitarbeitende. Bitte schaut in den Fortbildungskatalog und die Angebote des MDR-Campus.
Weil wir gerade bei dem Thema sind: Informiert euch bitte darüber, was die beauftragten Honorarkennziffern bedeuten und welche Tätigkeiten sie beinhalten. Bei Unklarheiten bitte fragen. Bedeutet beispielsweise: Soll bei einer beauftragten Content-Schicht mal eben noch ein Eigendreh mit eigener Technik On-Top gepackt werden geht das schon. Allerdings zum einen nur mit eurem Einverständnis und zum anderen mit einer Vertragsumschreibung auf die passende Honorarkennziffer. Bitte besteht grundsätzlich auf eine solche Vertragsänderung. Damit soll sichergestellt werden, dass die tarifvertraglichen Regelungen respektiert und die tatsächlichen, respektive überwiegenden Tätigkeiten einer Beauftragung honoriert werden.
Der Antrag ist im Intra-Portal unter „G“ – „Gefährdung der Vertragserfüllung“ zu finden. Der Gesamtfreienrat hat angeregt, dass das Dokument künftig unter „Ü“ verortet und damit leichter aufzufinden sein sollte.
Wer überlastet ist, hat möglicherweise keinen Bock auf Ausfüllen – dennoch ist es angeraten: Nur dadurch wird eine Situation personenbezogen, strukturiert analysiert.
