Krankenversicherung (Wahlerklärung)

Oft merken es freie Mitarbeitende erst im Krankheitsfall: Die Krankenkasse zahlt kein Krankengeld. Die Begründung der Krankenkasse lautet dann, dass der MDR vom Honorar nur den ermäßigten Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung abführe.

Anspruch auf Krankengeld nach mehr als 43 Tagen Arbeitsunfähigkeit gegenüber der gesetzlichen Kranken- bzw. der Künstlersozialkasse haben Freie Mitarbeiterinnen, die bei ihrem Versicherungsträger eine sogenannte Wahlerklärung abgegeben haben und einen geringfügig höheren Beitragssatz zahlen. Bei privat Krankenversicherten hängt die Krankengeldzahlung der Krankenkasse vom jeweils unterzeichneten Vertrag ab.

Weil der MDR seine frei Mitarbeitenden weder über die erstmalige Anmeldung bei einer Krankenkasse noch über An-/Abmeldungen informiert, erkennt ihr die Beitragsgruppe lediglich, wenn ihr der Schlusszeilen der monatlichen Honorarabrechnung Beachtung schenkt. Die Beitragsgruppe kann zum Beispiel so aussehen: 3 1 1 1 Die erste Stelle bezieht sich auf die Krankenversicherung. Ist es eine „3“ wird der ermäßigte Beitragssatz abgeführt, bei einer „1“ der volle Satz, „0“ für private Krankenversicherte, „6“ bei einer geringfügigen Beschäftigung. Für einen Anspruch auf Krankengeld von der Krankenkasse, muss der volle Beitrag durch den MDR abgeführt werden, es muss dafür die „1“ sein.

Möchtet ihr also Krankengeld erhalten und zahlt derzeit einen ermäßigten Beitragssatz, muss dafür eine Wahlrechtserklärung gegenüber der Krankenkasse abgegeben werden. Dafür gibt es kein Formular, sondern geht formlos und in den meisten Fällen auch per E-Mail. Im Regelfall seid ihr an diese Wahlrechtserklärung drei Jahre gebunden. Der Leistungsanspruch entsteht ab dem Folgemonat, welcher der Abgabe der Wahlrechtserklärung folgt. Während einer bereits begonnenen Arbeitsunfähigkeit gibt es allerdings rückwirkend keine Leistungszahlung.