Versicherung bei Arbeits- oder Wegeunfall – Nicht für alle Tätigkeiten!

Der MDR hat für seine MitarbeiterInnen (auch die freien) zum Schutz bei Unfällen einen Vertrag mit der Berufsgenossenschaft (Verwaltungs-BG) abgeschlossen.

Dieser Versicherungsschutz der Berufsgenossenschaft ist im Falle eines Arbeits- oder Wegeunfalls nicht für jede freie Tätigkeit im Auftrage des MDR gegeben.

Bei einem Unfall wird stets beim MDR angefragt, welche Tätigkeit der freie Mitarbeiter zum Unfallzeitpunkt ausgeübt hatte.

Freie Mitarbeiter, bei deren Tätigkeit es sich um keine abhängige Beschäftigung handelt und die nicht nur mitwirkend, sondern gestaltend tätig werden (z.B. Autoren, Journalisten) sind nicht gesetzlich unfallversichert, sondern haben die Möglichkeit für diese Tätigkeiten eine freiwillige Versicherung bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) abzuschließen. Die Beitragshöhe richtet sich u.a. nach der gewählten Versicherungssumme (Mindestversicherungssumme für 2015 = 34.020 Euro). Ein Journalist mit einer beantragten Höchstversicherungssumme (2015 = 96.000 Euro im Jahr) müsste z.B. mit einem Jahresbeitrag von ca. 180,00 Euro rechnen.

Für die freien Mitarbeiter hingegen, bei deren mitwirkender Tätigkeit für den MDR es sich um sozialversicherungspflichtige Leistungen handelt, besteht gesetzlicher Versicherungsschutz gem. § 2 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII. Für diese freien Mitarbeiter wurde zwischen dem MDR und der VBG ein öffentlich-rechtlicher Vertrag abgeschlossen. Ansprechpersonen beim MDR sind Uwe Kastner und Evelyne Müller (Abteilung Honorare und Lizenzen). Die VBG erreicht Ihr hier: http://www.vbg.de/DE/0_Home/home_node.html.

Der entscheidende Unterschied ist der, dass sich das Leistungsspektrum bei einem Arbeitsunfall erheblich unterscheidet. Das Krankengeld und die Rehabilitationsmaßnahmen sind bei der Berufsgenossenschaft höher und umfangreicher als bei der gesetzlichen Krankenkasse.

 

Letzte Aktualisierung: 16.07.2015